• Video zum Film „Victoria muss weg“
  • Szenenbild aus dem Film „Victoria muss weg“
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Victoria muss weg

Neu im Kino

Ganz am Anfang träumt Hedvig nur davon, Victoria vom Boot ins Wasser zu schubsen. Mit ihrem Bruder Hendrik ist sie sich aber schon einig, dass sie ihre neue Stiefmutter loswerden wollen – wegen ihrer vielen, strengen neuen Regeln, aber auch, weil Papa Nikolai zu allem brav nickt, was seine neue Frau sagt.

Ein Comic von Hendrik bringt die beiden Kinder dann auf die Idee, einen Auftragskiller zu engagieren. Aber wo soll man den in einem wunderschönen, ruhigen Ort an der norwegischen Küste finden? Hendrik und Hedvig haben irgendwann etwas über die bosnische Mafia gelesen und beschließen deshalb, den aus Bosnien stammenden Carl (der eigentlich Dzesaludin heißt) anzuheuern – auch wenn der sagt, er sei kein Mörder.

Aber dann geht ein erster Versuch schief, bei dem die Kinder Victoria vergiften wollen, und Carl hat auf einmal Geldprobleme. Also lässt er sich auf das Angebot ein, die Großmutter der Kinder ist ebenfalls mit dabei – Nikolais Mutter kann ihre neue Schwiegertochter auch nicht ausstehen. Ob die große Feier, mit der Nikolai und Victoria ihre Hochzeit feiern wollen, für einen Mord die richtige Gelegenheit ist?

Mit „Victoria muss weg“ hat die norwegische Regisseurin Gunnbjörg Gunnarsdottir einen sehr lustigen Film gemacht, in dem lauter unsympathische und gemeine Figuren bösartige Dinge tun: Auch Hendrik und Hedvig sind überhaupt keine netten Kinder, sondern eingebildete, verwöhnte Schnösel mit zu viel Geld. Wie sie sehr ungeschickt versuchen, etwas Böses zu tun, ist dann einerseits lustig, weil alles so übertrieben dargestellt ist, und andererseits eben weil es eigentlich so unmoralisch und böse ist. Man nennt solche Filme „schwarze“ Komödien, bei denen man über Dinge lachen muss (und darf!), die eigentlich nicht lustig wären.

Dies ist jedenfalls definitiv kein Kinderfilm, der dir mit erhobenem Zeigefinger sagt, dass du immer brav auf deine Eltern hören sollst. Aber ob Verbrechen sich lohnt? Da wären wir dann doch skeptisch.